Siedle, der Spezialist für Gebäudekommunikation, und Jung, der Spezialist für Gebäudetechnik, kooperieren. Siedle gewinnt Anschluss an die Welt der Schalter und Gebäudeautomation; Jung verlässt sich an der Schwelle auf die Erfahrung und die Innovationskraft von Siedle. Beide Unternehmen bewahren ihre jeweiligen Stärken und ihre Identität, aber aus der Zusammenarbeit entstehen neue Möglichkeiten für Handwerk, Handel und Architekten. Eine neue Synergie.


Film


Gespräch

»Kräfte bündeln und dabei unabhängig bleiben, das ist neu.«

Gabriele Siedle und Harald Jung über die Zusammenarbeit ihrer beiden mittelständischen Unternehmen – und Gebäudekommunikation im 21. Jahrhundert.

Wofür steht »Neue Synergie«?

Gabriele Siedle: Synergie bedeutet, gemeinsam mehr zu bewirken als einzeln. Und »neu« heißt einerseits, dass wir gerade damit anfangen. Andererseits, dass es eine Zusammenarbeit wie unsere bisher nicht gibt in der Branche. Dass zwei Mittelständler sich zusammentun, ihre Kräfte bündeln und dabei unabhängig bleiben, das ist neu – und großartig!

Harald Jung: Die Forderung nach einem Zusammenspiel von Türsprechanlage und Gebäudesystemtechnik begegnet uns immer häufiger. Hier bietet die »Neue Synergie« enorme Vorteile. Vor der Schwelle verlässt sich Jung auf Siedle; gleichzeitig werden die Türsprechanlagen von Siedle in die intelligente Haustechnik von Jung eingebunden. Wir gehen einen Schritt in Richtung intelligente Haussteuerung.

Warum die Partnerschaft? Und warum gerade jetzt?

Harald Jung: Die Ansprüche an die Gebäudetechnik werden immer größer. Durch die neue Synergie bauen beide Partner ihre starke Position aus und erweitern den Spielraum für mögliche kommende gemeinsame Innovationen.

Gabriele Siedle: Eigentlich müsste man fragen: Warum erst jetzt? Wir stehen vor Herausforderungen, die es gestern noch nicht gab. Haben es mit Wettbewerbern zu tun, die es gestern noch nicht gab. Wir Mittelständler sollten uns nicht das Leben schwer machen, sondern zusammenhalten.

Wo beginnt die Zusammenarbeit?

Harald Jung: Die Basis der Zusammenarbeit bildet die Verwendung von »Siedle Systemtechnik«. Damit funktionieren die Innenstationen von Jung mit allen In-Home-Anlagen von Siedle.

Gabriele Siedle: Jung war auf der Suche nach einer Türkommunikation, die dem eigenen Anspruch an die Qualität gerecht wird. Siedle bekam die Gelegenheit, die Nachfrage nach Schaltersprechstellen bedienen zu können. Damit beginnt die Zusammenarbeit: mit der Überlegung, welche Produkte, welche Entwicklungen uns beiden nutzen.

Siedle und Jung sind auch starke, bekannte Marken. Wie wollen Sie damit umgehen?

Gabriele Siedle: Konsequent! Die Marken und die Firmen bleiben unabhängig und eigenständig. Wir wollen nicht zusammenwachsen, sondern zusammen wirken. Wir haben genug Anschauungsmaterial dafür, dass eine Vermischung nicht funktioniert. Die Marke, das Design, die eigene Identität und die Wiedererkennbarkeit bilden ein unschätzbares Kapital, das wir in langen Jahren aufgebaut haben. Wir müssen es unbedingt erhalten.

Harald Jung: Wir wissen, dass ein harmonisches Miteinander und Vertrauen die Basis für gute Leistung sind. Diese Werte aus Verantwortung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit gelten für unsere Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden und auch Kooperationspartner. In diesem Sinne sehen wir die Kooperation als Bereicherung für Handwerk, Architekten und Bauherren – alle profitieren von den vereinten Stärken zweier mittelständischer Spezialisten.

Sie führen Unternehmen mit langer Tradition. Ist das eher eine Herausforderung oder eher eine Chance?

Gabriele Siedle: Es ist die Grundlage! Jung und Siedle sind glaubwürdig. Man kennt uns, man vertraut uns und man schätzt uns. Wir vertrauen uns auch gegenseitig, wissen, was wir aneinander haben. Mit einem Konzern, der als Erstes überlegt, was anderswo billiger geht und was wir in Furtwangen noch produzieren dürfen, wären wir über das erste Gespräch gar nicht hinausgekommen.

Harald Jung: Als Albrecht Jung 1912 seine Firma gründete, wollte er mit seinen Ideen die Zukunft mitgestalten. So ist die Firmengeschichte geprägt von Innovationen in Technik und Design. Viele davon sind bereits zu Klassikern geworden. Jetzt, in der Kooperation mit Siedle, folgen wir dem gleichen Credo. Wir gestalten die Zukunft in puncto intelligente Haustechnik.

Sind weitere Formen der Zusammenarbeit geplant oder vorstellbar?

Harald Jung: Wir fühlen uns dem Kundennutzen, unabhängig von Trends und Moden, verpflichtet. Immer getreu dem Leitgedanken »Fortschritt als Tradition«. Kontinuierliche Trendforschung und gründliche Bedarfsanalyse spielen eine entscheidende Rolle. Sollten sich neue Wünsche und Bedürfnisse ergeben, sind auch neue Einsatzbereiche denkbar.

Gabriele Siedle: Ja, vorstellbar ist vieles. Wenn Sie sich anschauen, wie viel Intelligenz und Können hier bei Jung und Siedle zusammenkommen! Wenn wir das bündeln, ist vieles möglich. Unsere Synergie ist neu, aber noch lange nicht ausgereizt.


Synergieeffekte

Die vereinten Stärken zweier Spezialisten

Siedle und Jung kombinieren ihre Kompetenzen. Vier Gründe, warum das eine gute Idee ist.

1. Breiter, tiefer, stärker.

Exzellente Gebäudekommunikation trifft auf eine umfassende Systemwelt für Schalten und Steuern: Siedle stellt Türkommunikation schon länger her, als es manche Wettbewerber überhaupt gibt. Jung ist der Experte für KNX-Gebäudesystemtechnik und Schalter. Gemeinsam bieten Siedle und Jung das breiteste, tiefste und stärkste Sortiment für die Gebäudetechnik in all ihren Spielarten.

2. Der cleverste Bus.

Am besten fahren Sie mit dem In-Home-Bus: seiner überlegenen Technik, seiner automatisierten Inbetriebnahme mit plug+play und seiner enormen Vielfalt von Sprechstellen außen und innen. Diese Vielfalt wird dank der Kooperation noch einmal größer: Kundenwünsche nach Sprechstellen im Schalterdesign können nun erfüllt werden. Nicht von Siedle – sondern von den Spezialisten, die sich auf Schalter bestens verstehen. Die Innenstationen von Jung sind zu 100 Prozent kompatibel mit dem In-Home-Bus. Das garantiert das Prädikat »Siedle Systemtechnik«. Umgekehrt erhält die Gebäudekommunikation von Siedle Anschluss an die Automation mit KNX. Beide Seiten gewinnen – und die Kunden gewinnen neue Möglichkeiten.

3. Nicht lange lernen. Sofort loslegen.

Wer den In-Home-Bus beherrscht und Technik von Jung installieren kann, zieht sofort Nutzen aus der Synergie. Denn mehr braucht er nicht zu wissen. Die Abläufe sind die gleichen, und alle Geräte sind in die relevanten Planungs-Tools, Programme und Handbücher eingebunden.

www.siedle.de/konfigurator
www.jung.de/konfigurator

4. Verantwortung und Verlässlichkeit.

Die Marken Siedle und Jung haben vieles gemeinsam. Dazu zählen die absolute Fachvertriebstreue, die Verpflichtung zu höchster Qualität, die große Sorgfalt, der umfassende Service und der faire Umgang mit Partnern. Beide Unternehmen sind Mittelständler, die für ihre Verantwortung einstehen – auch persönlich. Diese breite, gemeinsame Basis gründet in beiden Firmen in einer langen Tradition. Auf beide ist Verlass. Seit langem und auch weiterhin.


Produkte


Statements

»Unser Wunsch ist ein funktionierendes Komplettpaket.«

Der Architekt Alexander Brenner und der Elektromeister Josef Schäfer arbeiten immer wieder an gemeinsamen Projekten. Was versprechen sie sich von der Kooperation zwischen Siedle und Jung?

»Die Themen Tiefe, Material, Qualität und Funktion ziehen sich bei uns durch alle Bereiche der Gestaltung. Deshalb suchen wir nicht nach kurzlebigen Effekten, sondern bemühen uns um zeitlose Eleganz und zeitgemäße Modernität. Siedle und Jung entsprechen in hohem Maße unseren eigenen Vorstellungen. Die Produkte beider Unternehmen verbinden Dauerhaftigkeit und Designanspruch mit einer kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung. Ich glaube, dass die Grundphilosophie von Jung und die von Siedle sehr gut zusammenpassen und sich durch die Kooperation für alle Beteiligten eine Bereicherung ergibt – vor allem im Hinblick auf gestalterische und technische Gesamtlösungen.«

Alexander Brenner
Alexander Brenner Architekten, Stuttgart. www.alexanderbrenner.de
Bilder: Zooey Braun, Fotografie.

»Im Zeitalter von Bussystemen und Smartphone-Apps wird es für uns immer schwieriger, dem Kunden eine wirklich intuitive und funktionale Lösung zu bieten. Vor allem die fehlende Kompatibilität zwischen Gebäudesteuerung und Videosprechanlage stellte bisher ein Problem für uns dar. Von Siedle und Jung wünschen wir uns ein funktionierendes Komplettpaket, bei dem die Türkommunikation auf Bedienpanels und Apps der Gebäudetechnik bedienbar wird. Ich denke, dass beide Marken hierfür optimale Voraussetzungen mitbringen.«

Josef Schäfer
Elektromeister, Rottenburg. www.elektroschaefer.de